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Vom Web-Pionier zum Informatik-Professor

25 Jahre im Code zwischen Wissenschaft, Industrie & Leadership

GH
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25. September 2026

Vom Web-Pionier zum Informatik-Professor

25 Jahre im Code: Wissenschaft, Industrie & Leadership

Dr. Georg Hackenberg
Professor für Informatik & IndustriesystemeFH Oberösterreich · Campus Wels
https://hackenberg.tech
02 / 21

1999: Das freie Web als Lehrmeister

Röhrenmonitor, DFÜ-Einwahl und der autodidaktische Einstieg über SELFHTML

Dr. Georg Hackenberg als Schüler im Jugendzimmer der späten 90er-Jahre vor einem Röhrenmonitor mit SELFHTML

Die Magie der Selbstermächtigung

Schulzeit & Web 1.0

Im Browser erwachte Code sofort zum Leben – ohne Compiler und ohne Gatekeeper.

  • Autonomie als Haltung

    Von der ersten HTML-Zeile an galt: Das Netz schenkt ein überwältigendes Gefühl digitaler Selbstermächtigung.

Dr. Georg Hackenberg•FH OÖ Campus Wels
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03 / 21

Die Magie des Quelltexts

„View Source“ im Browser als Demokratisierung des Programmierens

selfhtml-beispiel.html (circa 1999)
<!DOCTYPE html>
<html>
<head>
  <title>Meine erste Homepage</title>
  <!-- Inspiriert durch SELFHTML und Neugier -->
  <script type="text/javascript">
    function klickMich() {
      var status = "Code erwacht zum Leben!";
      alert(status);
      document.getElementById("log").innerText = 
        "Direkt im Browser ausgeführt!";
    }
  </script>
</head>
<body>
  <h1>Schulzeit & Web 1.0</h1>
  <button onclick="klickMich()">
    Interaktion starten
  </button>
  <p id="log">
    Bereit für interaktive Logik im Browser.
  </p>
</body>
</html>

Entmystifizierung durch Quelltext

Offener Quelltext als Lehrmeister

Technologie entmystifiziert sich durch radikale Offenheit und Zugänglichkeit.

  • Keine Black Box

    Jede Webseite offenbarte ihre Funktionsweise direkt per Rechtsklick.

  • Lernen durch Verändern

    Wer Code lesen und direkt modifizieren kann, versteht die Kernprinzipien von Grund auf.

Dr. Georg Hackenberg•FH OÖ Campus Wels
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04 / 21

Praxis vor dem Studium: Webshop & Plugins

Erste Praxisschritte: Custom Webshop und TYPO3-Plugins wecken den Wissensdurst

Agentur- und Kundenprojekte (Pre-Uni)

Erste Praxisprojekte für Agenturkunden

Erste Freelance-Erfahrungen: Reale Web-Lösungen im Praxiseinsatz.

  • Eigenständiger Webshop

    Unabhängige E-Commerce-Lösung mit Warenkorb, Bestandsverwaltung und Checkout in PHP & SQL.

  • Zwei TYPO3-Plugins

    Entwicklung von zwei maßgeschneiderten Erweiterungs-Plugins für das Enterprise-CMS.

  • Funktional, aber ungeschliffen

    Der Code erfüllte seinen Zweck, war aber weit entfernt von professionellen Standards.

Der Wegweiser zur Universität

Vom Projekt zum Studium

Wichtige Selbsterkenntnis: Funktionierender Code ist noch kein professionelles Engineering.

  • Grenzen des Autodidakten

    Wartbarkeit und saubere Software-Architektur ließen sich autodidaktisch nicht meistern.

  • Die zündende Motivation

    Der feste Entschluss, Software- und Internettechnologie im Universitätsstudium von Grund auf fundiert zu lernen.

Dr. Georg Hackenberg•FH OÖ Campus Wels
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05 / 21

Mannheim: Software- & Internettechnologie

Moderne Internet-Systeme: Saubere Programmierung in C++ und Anfrageoptimierung

Lehrstuhl Datenbanken (Prof. Moerkotte)

Im Inneren der Datenbank-Engine

Systemprogrammierung: C++ und native XML-Datenbank-Architektur.

  • C++ & Sauberes Programmieren

    Durch die strenge Systemprogrammierung in C++ saubere Softwareentwicklung von Grund auf gelernt.

  • Anfrageoptimierung

    Bei der Entwicklung von Ausführungsplänen tiefes Speichermanagement und Multi-Threading gemeistert.

  • Internet-Fokus

    Akademische Vertiefung von verteilten Systemen, Protokollen und Web-Architekturen.

Erkenntnis: Der Wert des Maschinenraums

Tiefe statt Oberfläche

Nicht nur Frameworks anwenden, sondern den Maschinenraum verstehen.

  • Fundamente zählen

    Wer Pointer, Threads und Speicherallokation beherrscht, baut weitaus stabilere und performantere Systeme.

  • Strukturierte Daten

    Die fundamentale Bedeutung offener standardisierter Datenstrukturen für das vernetzte Web.

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06 / 21

Siemens Corporate Research: Princeton

Klinische Studien in der Krebsforschung: Nutzerkonfigurierbare Datenerfassung mit XML-Backend (VLDB 2007)

Enterprise Research (Princeton, NJ)

Informationsplattform für klinische Studien

Plattform für Krebsforschung: Flexibles Datenerfassungs- und Auswertungssystem.

  • J2EE/JSP & XML-Backend

    Enterprise-Web-Anwendung zur Verwaltung klinischer Studiendaten ohne starres Schema.

  • Nutzerkonfigurierbare Strukturen

    Flexible Erfassung hochkomplexer medizinischer Daten durch freie, nutzerdefinierte Datenstrukturen.

  • VLDB 2007 Publikation

    Vorstellung des datenbankbasierten Ansatzes auf der Very Large Data Bases Konferenz in Wien.

Erkenntnis: Enterprise-Interoperabilität

Flexibilität statt starrer Schemata

Echte Enterprise-Systeme erfordern dynamische Datenmodelle.

  • XML als Enabler

    Schemalose Datenstrukturen ermöglichten Forschern individuelle medizinische Studienprotokolle.

  • Internationale Forschungskultur

    Wissenschaftliche Kollaboration in New Jersey über Disziplinen und Zeitzonen hinweg.

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07 / 21

Aachen & Mentawise: Frankfurter Buchmesse

Zwei Welten im Master: Datenbank-Lehrstuhl und Mentawise-Auftrag via Blog & YouTube

RWTH Aachen & Mentawise Gen 1

Universitäre Arbeit & Industrieauftrag

Zwei parallele Stränge: Unabhängige Lehrstuhlarbeit und externer Auftrag.

  • IBM DB2 & Web Crawler

    Am Lehrstuhl für Datenbanken Betreuung der DB2-Instanz und Entwicklung robuster Java-Webcrawler.

  • Auftrag via Blog & YouTube

    Durch offenes Blogging wurde le-tex aufmerksam: Auftrag für Messevisualisierung auf der Frankfurter Buchmesse.

  • hackenberg.tech Launch (2009)

    Start der eigenen Plattform mit Subversion-WebDAV und automatisierten Commit-Hooks.

Erkenntnis: Sichtbarkeit schafft Chancen

Die Kraft offener Wissensvermittlung

Wer Wissen im Web teilt, zieht spannende Praxisprojekte an.

  • Mentawise Gen 1 auf der Messe

    Reale Messebesucher in Frankfurt erkundeten komplexe Verlagsdaten im ersten interaktiven Graph-Layout.

  • Eigene Web-Präsenz

    Die Bestätigung, Erkenntnisse und Algorithmen kontinuierlich auf der eigenen Plattform zu teilen.

Dr. Georg Hackenberg•FH OÖ Campus Wels
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08 / 21

Computer Vision & Motion Tracking

3D-Gestensteuerung und Tracking: Multi-Threading, Geometrie und erste Ansätze maschinellen Lernens

Fraunhofer FIT & EPFL Lausanne

Echtzeit-Tracking & 3D-Simulation

High-Performance Computer Vision: Echtzeit-Tracking und 3D-Geometrie.

  • Speichermanagement & Threads

    Anwendung des Mannheimer Wissens zu Speicherallokation und Multi-Threading in C++.

  • Geometrie & Erste ML-Ansätze

    Verknüpfung von dreidimensionaler Raumgeometrie mit ersten Ansätzen des maschinellen Lernens.

  • Fraunhofer FIT & EPFL

    Markerlose 3D-Gestensteuerung und Motion-Tracking-Frameworks mit OpenCV und Qt.

Erkenntnis: Brücke zur physischen Welt

Präzision im dreidimensionalen Raum

Software muss die physikalische Umwelt in Echtzeit begreifen.

  • Latenz & Parallelität

    Parallele Bildverarbeitung und geometrische Filter zur robusten Gestenerkennung.

  • Grundstein für CPS

    Sensorik, Raumgeometrie und Algorithmen bildeten das Fundament für Cyber-Physical Systems.

Dr. Georg Hackenberg•FH OÖ Campus Wels
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09 / 21

Sechs Jahre Spitzenforschung an der TUM

Operations Research an der TUM: Smart Grid Energieoptimierung, Wasserkraft und Transportlogistik

Systems Engineering & Operations Research (TUM)

Optimierungs-Frameworks & Modellierung

Energie- und Systemoptimierung: Operations Research und Modellierung an der TUM.

  • Smart Grid Energieoptimierung

    Operations Research Framework für das Smart Grid, angewandt in Smart Homes und Wasserkraftwerken.

  • Logistik & 3D-Simulation

    Optimierung von Transportsystemen und interaktive 3D-Modellierung mit JavaFX.

  • Interdisziplinäre Kopplung

    Mathematische Optimierung verknüpft mit industriellen Automatisierungs- und Energiesystemen.

Erkenntnis: Werkzeugbau für Fachdisziplinen

Informatik als Katalysator

Wir bauten mathematische Werkzeuge für reale Infrastrukturen.

  • Reale physikalische Domänen

    Optimierungsalgorithmen für Netze, Speicher und komplexe Transport- und Energielogistik.

  • Beherrschung von Komplexität

    Validierung und Steuerung vernetzter Infrastrukturen mittels mathematischer Simulation.

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Mentawise: Die Evolution des Wissensgraphen

Von SVG auf der Buchmesse über HTML5 Canvas zur persönlichen Begleiter-App mit Sharing-Funktion

Die 3 Technologie-Generationen

Iterativer Durchbruch über Jahre

Entwicklung des interaktiven Graph-Layouts: Iterativer Durchbruch über drei Generationen.

  • Gen 1: le-tex & SVG (2009/10)

    Erster Praxiseinsatz auf der Frankfurter Buchmesse, jedoch durch SVG-Performance limitiert.

  • Gen 2: Infineon & Canvas (2012/13)

    Performance-Durchbruch mit HTML5 Canvas für Infineon-Messestände in München, Barcelona und Las Vegas.

  • Gen 3: Web-App mit Sharing (2015/16)

    Ausbau zur Webanwendung mit Sharing für Brainstorming und Wissensorganisation.

Erkenntnis: Der persönliche Begleiter

Fokussierte Graph-Navigation statt Überladung

Optimale Flächenaufteilung und gezielte Ausschnitt-Navigation.

  • Keine Kräfte, sondern Fokus

    Der Algorithmus verteilt Knoten optimal auf dem Viewport und zeigt navigierbare Teilgraphen statt unübersichtlicher Netze.

  • Persönlicher Mehrwert

    Ein maßgeschneidertes Denkwerkzeug und bis heute mein treuer Begleiter durch Industrie und Professur.

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Promotion: Cyber-Physical Systems

Testgetriebenes Systemdesign (2018): Wissenschaftliche Publikationen mit über 400 Zitationen

Dissertation: Dr. rer. nat. (TUM 2018)

Test-driven Conceptual Design of CPS

Wissenschaftliche Verifikation: Test-driven Conceptual Design of CPS.

  • Cyber-Physical Systems

    Formale Modellierung des Zusammenspiels von Software, Mechanik und Steuerungstechnik.

  • Automatisierte Tests

    Testgetriebener Entwurf zur frühzeitigen Erkennung von Spezifikationsfehlern.

  • 400+ Zitationen insgesamt

    Die Forschungsarbeiten erzielen auf Google Scholar über 400 Zitationen in Journalen wie CIRP und IEEE.

Erkenntnis: Methodische Beherrschbarkeit

Sicherheit durch formale Strenge

Testgetriebene Entwicklung ist kein Selbstzweck.

  • Fehlerprävention vor dem Bau

    Virtuelle Absicherung erspart millionenschwere Nachbesserungen an physischen Maschinen.

  • Skalierbarkeit von Vertrauen

    Nur wer Architekturen durch Test-Suiten absichert, kann kontinuierlich und sicher neue Features deployen.

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Der Sprung ins Industrie-IoT

Senior Consultant bei Reply: Cloud-Native mit Serverless & PaaS sowie IaaS mit Docker & Kubernetes

Cloud-Native IoT Architecture

Großflotten im Dauereinsatz

Enterprise-Cloud und Edge: Großflotten im industriellen Dauereinsatz.

  • Cloud-Native: Serverless & PaaS

    Entwicklung hochskalierbarer Event-Pipelines auf Basis von Serverless- und PaaS-Diensten.

  • IaaS mit Docker & Kubernetes

    Betrieb robuster Container-Infrastrukturen für Flottensteuerung, Telematik und Edge-Anbindung.

  • Moderne Web-Frontends

    Intuitive Dashboards zur Überwachung und Konfiguration direkt im Browser.

Erkenntnis: Der industrielle Realitätscheck

Betriebssicherheit schlägt Theorie

In der Industrie zählt der unterbrechungsfreie 24/7-Betrieb.

  • Ausfallsicherheit & Latenz

    Großsysteme müssen Netzwerkabbrüche und Lastspitzen ohne Datenverlust fehlertolerant überstehen.

  • Ganzheitliche Delivery

    Erfolgreiche Software entsteht erst im harmonischen Zusammenspiel von Cloud, Edge und Endanwendern.

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Leadership: 5 auf 25 Köpfe in 2 Jahren

Business Unit Manager IoT: P&L-Verantwortung, Recruiting, Sales und erfolgreiche Delivery

Business Unit Skalierung (Reply IoT)

Unternehmertum von 0 auf 100

Aufbau, P&L und Portfolio: Unternehmertum von 0 auf 100.

  • Teamwachstum: 5 → 25 Köpfe

    Systematisches Recruiting, Mentoring und nachhaltige Talentförderung.

  • 50 % Automotive Connected Cars

    Telematik-Plattformen und sicherheitskritische Flotten-Pipelines.

  • 50 % Smart Infra, Factory & Home

    Gebäude- und Industrieautomation mit Smart Infrastructure, Smart Factory und Smart Home.

Erkenntnis: Leadership & Delivery

Technologie trifft Business-Verantwortung

Exzellenter Code gewinnt erst durch Leadership und vertrauensvolle Kundenbeziehungen.

  • Full-Lifecycle Verantwortung

    Vom Kunden-Pitch über Angebot und Vertrag bis zur finalen technischen Abnahme.

  • Partnerschaft & Delivery

    Professionelles Stakeholder-Management und Verhandlungen mit Projektmanagern und Teamleitern.

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Shopfloor & industrielle Wirklichkeit

Ingenieurmäßige Nüchternheit: Moderne Softwarearchitekturen im harten Fabrikeinsatz

Dr. Georg Hackenberg diskutiert auf dem Fabrik-Shopfloor vor einem Roboterarm mit einem Fertigungsingenieur

Architektur auf Augenhöhe

Ingenieurmäßige Bodenhaftung

Informatik muss auf Augenhöhe mit den Ingenieuren vor Ort sprechen.

  • Keine Elfenbeintürme

    Software muss im Takt der Fabrik bestehen – unter Schmutz, Vibration und Dauereinsatz.

  • Offene Standards (OPC UA)

    Herstellerunabhängige Integration von Sensorik, Steuerungen und modernen Web-Dashboards über offene Protokolle.

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Lehre & Fachbereichsleitung Informatik

FH Oberösterreich Campus Wels: Verantwortung für die Informatiklehre mit agilem Intrapreneurship

Fachbereich Informatik (Campus Wels)

Verantwortung für die Fakultätslehre

Fakultät für Technik und angewandte Naturwissenschaften: Verantwortung für die gesamte Informatiklehre.

  • Lehre & Forschung seit 2019

    Lehr- und Forschungsgebiet Informatik und industrielle Systems-Engineering-Methoden.

  • Fachbereichsleiter seit 2020

    Gesamtverantwortung für die Informatiklehre der Fakultät sowie moderne Curricula und Hightech-Labore.

  • Regionale F&E-Brücke

    Direkte Kooperationsprojekte mit dem starken industriellen Mittelstand Oberösterreichs.

Erkenntnis: Der akademische Intrapreneur

Gestaltungsfreiheit mit Delivery-Fokus

Wir agieren mit der Umsetzungsgeschwindigkeit moderner Tech-Teams.

  • Akademische Freiheit nutzen

    Zukunftsweisende Fragestellungen erforschen ohne kurzfristigen quartalsgetriebenen Druck.

  • Industrielle Professionalität

    Klare Ziele, agile Methoden und messbare Projektergebnisse in Lehre und Forschung.

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Informatik-Transfer & Projekt CADdrive

Software-Paradigmen für den Maschinenbau: Kollaboratives 3D-CAD-Versioning im Browser

Projekt CADdrive (caddrive.com)

Git-Workflows für 3D-Konstruktionsdaten

Moderne Cloud-Architektur im Browser: Kollaboration ohne Datei-Lockouts.

  • Branching & Merging für CAD

    Paralleles Arbeiten mehrerer Konstrukteure an Baugruppen mit modernen Branch- und Merge-Strategien.

  • Browser-Rendering & Visual Diff

    Dreidimensionale Änderungsverfolgung direkt im WebGL-Canvas ohne lokale CAD-Lizenz.

  • Open-Source-Ökosystem

    Synergien mit Projekten wie opencascade-tools, LDraw-Parsern und agentbrick für KI-Bausteine.

Erkenntnis: Informatik als Hebel

Methodentransfer über Disziplingrenzen

Informatik-Konzepte transformieren klassische Industriebereiche.

  • Schluss mit Silos

    Mechanik, Elektronik und Software wachsen durch einheitliche Versionierungsstandards zusammen.

  • Web als Trägerplattform

    Zero-Install-Werkzeuge senken Einstiegshürden für weltweite Entwickler- und Engineering-Teams.

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Lehre ohne Login-Mauern

Open Teaching auf GitHub: Echte Entwickler-Workflows statt isolierter Moodle-Silos

Dr. Georg Hackenberg unterrichtet Studierende an Terminal-Plätzen im Software-Labor am FH OÖ Campus Wels

Industriestandards im Hörsaal

Lernen mit echten Werkzeugen

Studierende arbeiten mit den Werkzeugen der echten Softwareindustrie.

  • GitHub statt Moodle

    Versionskontrolle, Branching und Code-Reviews direkt in der täglichen Übungspraxis auf GitHub.

  • Freie OER-Bildungsmaterialien

    Vollständige Vorlesungsskripte weltweit ohne Zugangsbeschränkungen als offene Bildungsressourcen verfügbar.

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Der Relaunch im Mai 2026

Fokus im Real Life – und Rückkehr ins Web mit Astro, TypeScript und KI-Agenten

src/content.config.ts (Astro Content Collections)
import { defineCollection, z } from 'astro:content';

export const collections = {
// 17 Jahre Blogposts & Deep Dives
posts: defineCollection({
  schema: z.object({
    title: z.string(),
    pubDate: z.date(),
    lang: z.enum(['de', 'en']),
    tags: z.array(z.string()),
    description: z.string()
  })
}),
// Slide-as-Code Präsentationen
presentations: defineCollection({
  schema: z.object({
    title: z.string(),
    pubDate: z.date(),
    totalSlides: z.number()
  })
})
};

Statische Perfektion & KI

Wiedergeburt im modernen Web

Keine trägen CMS-Datenbanken mehr, sondern typensicherer Quellcode.

  • Astro & TypeScript

    100 % statische HTML-Generierung, null Client-Overhead und maximale Core Web Vitals.

  • Agentische KI-Migration

    Vollständige Automatisierung von Metadaten, Schemas und Links via Antigravity-Agenten-Workflows.

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Das Content-Ökosystem

Vier tragende Säulen: Multimodaler Wissenstransfer über Posts, Papers, Talks und Kurse

POSTS

Blog-Artikel
Praxiserprobte Schritt-für-Schritt-Deep-Dives
⇄

PAPERS

Publikationen
Begutachtete Forschung und Fachbeiträge
⇄

KEYNOTES

Präsentationen
Slide-as-Code mit synchroner Sprachausgabe
⇄

COURSES

Hochschulkurse
Vollständige Vorlesungsreihen und Skripte

Das Ergebnis: Vier tragende Content-Säulen für offenen Wissenstransfer und maximale Vermittlung.

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Drei Kernbotschaften für die Praxis

Erkenntnisse aus 25 Jahren: Fundamente, Methodentransfer und wirksames Leadership

1. Fundamente meistern

Vom Byte bis zur Cloud

Tiefes technisches Verständnis schlägt oberflächliche Tool-Hypes.

  • Den Maschinenraum kennen

    Speicher, Latenzen und Protokolle vom Bit bis zum Netzwerk durchdringen.

  • Langlebige Robustheit

    Softwarearchitekturen entwerfen, die über Technologiewellen hinweg stabil bleiben.

2. Prinzipien übertragen

Informatik als Katalysator

Software-Methoden in klassische Ingenieursdisziplinen tragen.

  • Git & Versionierung überall

    Branching, Merging und Diffs auf CAD, Simulation und Fertigung anwenden.

  • Web als Trägerplattform

    Komplexe Werkzeuge über moderne Browser-Schnittstellen barrierefrei bereitstellen.

3. Code mit Leadership einen

Wirkung durch Menschen

Technologie skaliert nur durch Vertrauen und klare Verantwortung.

  • Teams & Kultur

    Talente fördern, psychologische Sicherheit schaffen und gemeinsam wachsen.

  • Delivery & Unternehmertum

    Verlässliche Umsetzung und echte Partnerschaften auf Augenhöhe pflegen.

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Vision, Dialog & Kooperation

Gemeinsam Zukunft gestalten: Offener Austausch zu KI-Workflows, digitalem Content und Lehre

Dr. Georg Hackenberg

Zukunftsthemen & Fokus

AI-Augmented Workflows und Digital Content Creation.

Offene Kanäle & Kooperation

Gemeinsam Zukunft gestalten

Wissen vermehrt sich, indem man es teilt.

  • Forschung & Lehre an der FH OÖ

    Fachbereich Informatik und moderne Systems-Engineering-Methoden am FH OÖ Campus Wels.

  • Open Source & Code

    Freie Repositories, Vorlesungsskripte und KI-Agenten auf GitHub (@ghackenberg).

  • Digital Content & Austausch

    Cross-Channel Content Creation und Impulse auf LinkedIn und YouTube (@georghackenberg).

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Vom Web-Pionier zum Informatik-Professor

25 Jahre im Code: {cue:hl-title-sub}Wissenschaft, Industrie & Leadership{/cue}

Slide 1: Vom Web-Pionier zum Informatik-Professor
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Angewandte Informatik entfaltet ihre stärkste Hebelwirkung an der direkten Nahtstelle von Grundlagenforschung, industrieller Praxis und Hochschullehre. Unter dem Titel Vom Web-Pionier zum Informatik-Professor reflektieren wir 25 Jahre im Code zwischen Wissenschaft, Industrie und Leadership. Mein Name ist Dr. Georg Hackenberg, Professor für Informatik und Industriesysteme an der Fachhochschule Oberösterreich. Der Vortrag dokumentiert den Weg von frühen Web-Technologien über industrielle Architekturen bis hin zur agentischen Software-Entwicklung.

1999: Das freie Web als Lehrmeister

Röhrenmonitor, DFÜ-Einwahl und {cue:hl-sub-ursprung}der autodidaktische Einstieg über SELFHTML{/cue}

Slide 2: 1999: Das freie Web als Lehrmeister
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Jeder lange Weg in der Informatik beginnt mit einem ersten prägenden Moment des Entdeckens und Verstehens. Für mich war es ein Jugendzimmer in den späten Neunzigerjahren mit Röhrenmonitor, wo der autodidaktische Einstieg über SELFHTML begann. Im Schein der Schreibtischlampe flimmerte der Bildschirm, daneben lag die frisch ausgedruckte Dokumentation. Die Erkenntnis: Code direkt im Browser zum Leben zu erwecken, ohne Compiler und ohne Erlaubnis fragen zu müssen, war ein überwältigendes Gefühl digitaler Selbstermächtigung.

Die Magie des Quelltexts

„View Source“ im Browser als {cue:hl-sub-quelltext}Demokratisierung des Programmierens{/cue}

Slide 3: Die Magie des Quelltexts
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Die wichtigste didaktische Funktion der frühen Web-Ära war eine einfache Menüoption im Browser. Die Rede ist von View Source – der radikalen Demokratisierung des Programmierens. Jede Webseite war zugleich ein offenes Lehrbuch: Ein Klick auf Quelltext anzeigen offenbarte die exakte Syntax, wie HTML und JavaScript zusammenspielten. Dieses Prinzip hat mein Verständnis für Informatik bis heute geprägt: Technologie entmystifiziert sich durch radikale Offenheit und Zugänglichkeit. Jede Webseite offenbarte ihre Funktionsweise direkt per Rechtsklick, und wer den Code lesen und direkt modifizieren kann, begreift Software von Grund auf.

Praxis vor dem Studium: Webshop & Plugins

Erste Praxisschritte: {cue:hl-sub-agentur}Custom Webshop und TYPO3-Plugins wecken den Wissensdurst{/cue}

Slide 4: Praxis vor dem Studium: Webshop & Plugins
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Noch vor dem ersten Tag an der Universität sammelte ich erste wertvolle Praxiserfahrungen im Web. Als Freelancer für eine Marketing-Agentur entstanden ein unabhängiger Custom Webshop sowie zwei TYPO3-Plugins. Ich lieferte funktionierende Lösungen für reale Kunden: Einen eigenständigen Shop mit Warenkorb, Bestandsverwaltung und Checkout, und zwei maßgeschneiderte TYPO3-Plugins – doch der Code war weit entfernt von professionellen Standards. Genau diese Selbsterkenntnis war entscheidend: Funktionierender Code ist noch kein professionelles Engineering! Weil sich Architektur und Wartbarkeit autodidaktisch nicht meistern ließen, entstand der feste Entschluss, Software und Internettechnologie an der Universität fundiert zu lernen.

Mannheim: Software- & Internettechnologie

Moderne Internet-Systeme: {cue:hl-sub-datenbank}Saubere Programmierung in C++ und Anfrageoptimierung{/cue}

Slide 5: Mannheim: Software- & Internettechnologie
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Die bewusste Entscheidung für Mannheim brachte mich genau dorthin, wo das moderne Internet akademisch vertieft wurde. Im Studiengang Software- und Internettechnologie tauchte ich tief in die C++ Entwicklung an einer nativen XML-Datenbank ein. Am Lehrstuhl für Datenbanken lernte ich die harte Schule der Systemprogrammierung: Über C++ lernte ich erstmals wirklich sauberes Programmieren, und über die Anfrageoptimierung eignete ich mir präzises Speichermanagement und Multi-Threading an, eingebettet in moderne Internet- und Web-Architekturen. Hier entstand mein tiefes Verständnis für Systemsoftware: Nicht nur Frameworks anwenden, sondern den Maschinenraum verstehen. Wer Threads, Pointer und Allokationen beherrscht, baut weitaus stabilere und performantere Systeme und begreift den wahren Wert offener standardisierter Datenstrukturen.

Siemens Corporate Research: Princeton

Klinische Studien in der Krebsforschung: {cue:hl-sub-princeton}Nutzerkonfigurierbare Datenerfassung mit XML-Backend (VLDB 2007){/cue}

Slide 6: Siemens Corporate Research: Princeton
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Die Verbindung aus Internettechnologien und XML-Datenbanken führte mich 2006 in die internationale Spitzenforschung. Bei Siemens Corporate Research in Princeton entwickelten wir eine Informationsplattform für klinische Studien in der Krebsforschung. Im US-Headquarter bauten wir ein flexibles Datenerfassungs- und Auswertungssystem: Statt auf starre Schemata setzten wir mit J2EE und JSP auf klinische Studiendaten ohne starres Tabellenschema, mit frei nutzerkonfigurierbaren Datenstrukturen im XML-Backend, publiziert auf der renommierten VLDB-Konferenz in Wien. Die fundamentale Erkenntnis: Echte Enterprise-Systeme erfordern hochgradig anpassbare Datenmodelle! Durch flexible XML-Strukturen konnten Mediziner individuelle Studienprotokolle frei konfigurieren, während die Zusammenarbeit im US-Team über Disziplinen und Zeitzonen hinweg meinen Blick für globale Skalierung schärfte.

Aachen & Mentawise: Frankfurter Buchmesse

Zwei Welten im Master: {cue:hl-sub-buchmesse}Datenbank-Lehrstuhl und Mentawise-Auftrag via Blog & YouTube{/cue}

Slide 7: Aachen & Mentawise: Frankfurter Buchmesse
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Im Masterstudium an der RWTH Aachen liefen zwei spannende Stränge parallel nebeneinander. Neben dem Datenbank-Lehrstuhl führte mich das Web direkt zur Buchmesse: Der erste Mentawise-Auftrag entstand durch Blog und YouTube. Die beiden Projekte waren komplett unabhängig: Am Lehrstuhl betreute ich DB2-Datenbanken und baute Webcrawler, und entwickelte hochperformante Java-Crawler-Systeme. Parallel führten meine Blogbeiträge und YouTube-Videos dazu, dass le-tex publishing mich für eine Messevisualisierung auf der Frankfurter Buchmesse beauftragte. Zeitgleich launchte ich hackenberg.tech mit Subversion-WebDAV und Commit-Hooks. Diese doppelte Erfahrung prägte mein Berufsleben nachhaltig: Wer Wissen offen im Web teilt, zieht eigenständig Praxisprojekte an! Auf der Buchmesse navigierten Fachbesucher durch den ersten interaktiven Graph-Layout-Ausschnitt, und ich erkannte den Wert, Fachwissen dauerhaft auf der eigenen Web-Domain zu publizieren.

Computer Vision & Motion Tracking

3D-Gestensteuerung und Tracking: {cue:hl-sub-cv}Multi-Threading, Geometrie und erste Ansätze maschinellen Lernens{/cue}

Slide 8: Computer Vision & Motion Tracking
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Nach Datenbanken und Webarchitekturen folgte der Einstieg in die anspruchsvolle Welt von Computer Vision und Bildverarbeitung. Bei Fraunhofer FIT und an der EPFL Lausanne entstanden Echtzeitsysteme für 3D-Gestensteuerung und Motion-Tracking. Hier konnte ich die Fundamente aus Mannheim unmittelbar anwenden: Wir nutzten tiefes Speichermanagement und Multi-Threading in C++, kombinierten 3D-Geometrie mit ersten Ansätzen des maschinellen Lernens und bauten robuste Motion-Tracking-Frameworks mit OpenCV und Qt. Die Erkenntnis: Software muss die physikalische Umwelt in Echtzeit begreifen! Durch parallele Pipelines und geometrische Algorithmen zur robusten Mustererkennung legten wir den Grundstein, der meine spätere Forschung an Cyber-Physical Systems begründete.

Sechs Jahre Spitzenforschung an der TUM

Operations Research an der TUM: {cue:hl-sub-tum}Smart Grid Energieoptimierung, Wasserkraft und Transportlogistik{/cue}

Slide 9: Sechs Jahre Spitzenforschung an der TUM
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Sechs intensive Forschungsjahre an der Technischen Universität München führten alle Disziplinen zusammen. Am Lehrstuhl für Software and Systems Engineering entstanden große Optimierungs- und Simulationswerkzeuge für vernetzte Systeme. Wir entwickelten an der TUM leistungsfähige Operations-Research-Frameworks: Entwickelt zur Energieoptimierung im Smart Grid, steuerten wir Verbraucher im Smart Home und regenerative Wasserkraftwerke, optimierten Logistik- und Transportsysteme mit interaktiver 3D-JavaFX-Visualisierung und schufen robuste Kopplungen zu industriellen Automatisierungssystemen. Der entscheidende Durchbruch: Wir bauten mathematische Werkzeuge für reale Infrastrukturen. Mit präzisen Modellen für komplexe Transport- und Energielogistik machten wir das Verhalten vernetzter Systeme mittels mathematischer Simulation exakt berechenbar.

Mentawise: Die Evolution des Wissensgraphen

Von SVG auf der Buchmesse über HTML5 Canvas {cue:hl-sub-mentawise}zur persönlichen Begleiter-App mit Sharing-Funktion{/cue}

Slide 10: Mentawise: Die Evolution des Wissensgraphen
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Parallel zur universitären Forschung entwickelte sich der Mentawise-Wissensgraph über viele Jahre schrittweise weiter. Entstanden aus echter ingenieurwissenschaftlicher Leidenschaft: Eine faszinierende technische Evolution und ein persönlicher Begleiter. Technologisch vollzog das Projekt drei entscheidende Entwicklungsschritte: Generation 1 für le-tex auf der Buchmesse war mit SVG noch spürbar performanzlimitiert. Der Durchbruch gelang in Generation 2 mit HTML5 Canvas für Infineon-Messestände in München, Barcelona und Las Vegas, bevor Generation 3 das Werkzeug als Web-App mit Sharing-Funktionen für Brainstorming und Wissensmanagement öffnete. Das algorithmische Herzstück: Optimale Flächenaufteilung und dynamische Ausschnitt-Navigation! Statt unübersichtlicher kräftebasierter Netze zeigt der Algorithmus stets fokussierte Teilgraphen bei der Exploration, und Mentawise wurde bis heute zu meinem unentbehrlichen Denkwerkzeug in Beruf und Lehre.

Promotion: Cyber-Physical Systems

Testgetriebenes Systemdesign (2018): {cue:hl-sub-promotion}Wissenschaftliche Publikationen mit über 400 Zitationen{/cue}

Slide 11: Promotion: Cyber-Physical Systems
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Den wissenschaftlichen Höhepunkt dieser universitären Phase markierte der Abschluss der Promotion an der TU München. Unter dem Titel Test-driven conceptual design of cyber-physical manufacturing systems entstand das methodische Fundament meiner wissenschaftlichen Publikationen. Wir entwickelten formale Modelle für Test-driven Conceptual Design of CPS: Um das Zusammenspiel von Software, Mechanik und Steuerungstechnik exakt abzubilden, Spezifikationsfehler durch automatisierte Tests frühzeitig aufzudecken, eingebettet in Publikationen mit insgesamt über 400 Zitationen auf Google Scholar. Die wichtigste Erkenntnis für die Praxis: Testgetriebene Entwicklung ist kein Selbstzweck! Virtuelle Absicherung erspart millionenschwere Nachbesserungen an physischen Maschinen und schafft das Vertrauen, um kontinuierlich und sicher neue Features zu deployen.

Der Sprung ins Industrie-IoT

Senior Consultant bei Reply: {cue:hl-sub-reply-iot}Cloud-Native mit Serverless & PaaS sowie IaaS mit Docker & Kubernetes{/cue}

Slide 12: Der Sprung ins Industrie-IoT
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Nach den akademischen Jahren an der Universität suchte ich den ultimativen Härtetest unter realen industriellen Betriebsbedingungen. Als Senior Consultant für das Internet of Things bei Reply in München ging es um skalierbare Cloud-native Architekturen für vernetzte Großflotten. Wir bauten Architekturen für Großflotten im industriellen Dauereinsatz: Einerseits Cloud Native auf Basis von Serverless- und PaaS-Diensten, andererseits Infrastructure-as-a-Service für Docker und Kubernetes in Flottensteuerung und Telematik, ergänzt um moderne Dashboards zur Überwachung direkt im Web-Browser. Der Realitätscheck: In der Industrie zählt der unterbrechungsfreie 24/7-Betrieb. Systeme müssen Lastspitzen und Netzwerkabbrüche ohne Datenverlust fehlertolerant überstehen, damit Software im Zusammenspiel von Cloud, Edge und Endanwendern echten Mehrwert stiftet.

Leadership: 5 auf 25 Köpfe in 2 Jahren

Business Unit Manager IoT: {cue:hl-sub-bu-scaling}P&L-Verantwortung, Recruiting, Sales und erfolgreiche Delivery{/cue}

Slide 13: Leadership: 5 auf 25 Köpfe in 2 Jahren
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Wahre Skalierung bedeutet in der Industrie nicht nur Rechenleistung, sondern vor allem Menschen und Teams. Als Business Unit Manager IoT übernahm ich die Gesamtverantwortung und skalierte das Team in zwei Jahren von 5 auf 25 Mitarbeiter. Wir bewiesen ganzheitliches Unternehmertum von 0 auf 100: Durch Mentoring und nachhaltige Talentförderung wuchs das Team, während wir 50 Prozent Umsatz mit sicherheitskritischen Connected-Car-Pipelines und 50 Prozent mit Smart Infrastructure, Smart Factory und Smart Home erwirtschafteten. Hier lernte ich die unternehmerische Dimension von Technologie: Exzellenter Code gewinnt erst durch Leadership und verlässliche Partnerschaften. Vom ersten Kunden-Pitch über Angebot und Vertrag bis zur finalen technischen Abnahme braucht es Belastbarkeit und vertrauensvolle Verhandlungen mit Projektmanagern und Teamleitern.

Shopfloor & industrielle Wirklichkeit

Ingenieurmäßige Nüchternheit: {cue:hl-sub-shopfloor}Moderne Softwarearchitekturen im harten Fabrikeinsatz{/cue}

Slide 14: Shopfloor & industrielle Wirklichkeit
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Die wichtigste Erdung für jeden Softwarearchitekten liegt nicht in glänzenden Folien, sondern auf dem Hallenboden der Fabrik. Zwischen Fertigungsrobotern und SPS-Steuerungen zeigt sich, was moderne Softwarearchitekturen im harten Fabrikeinsatz leisten müssen. Hier treffen Cloud-Dashboards auf millimetergenaue Kinematik, Taktraten und offene Standards wie OPC UA. Meine Überzeugung: Informatik muss auf Augenhöhe mit den Ingenieuren vor Ort sprechen. Software muss im Takt der Fabrik bestehen – unter Schmutz, Vibration und Dauereinsatz, verbunden über moderne Web-Dashboards und offene OPC-UA-Protokolle.

Lehre & Fachbereichsleitung Informatik

FH Oberösterreich Campus Wels: {cue:hl-sub-professur}Verantwortung für die Informatiklehre mit agilem Intrapreneurship{/cue}

Slide 15: Lehre & Fachbereichsleitung Informatik
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Ende 2019 folgte der Wechsel an die Fakultät für Technik und angewandte Naturwissenschaften in Wels. Als Lehrender für Informatik und Industriesysteme sowie Fachbereichsleiter verbinde ich akademische Freiheit mit unternehmerischem Intrapreneurship. An der FH Oberösterreich verantworte ich die strategische Weiterentwicklung der Informatiklehre: Mit Schwerpunkt auf industriellen Systems-Engineering-Methoden, der Fachbereichsleitung für moderne Curricula und zukunftsfähige Labore und F&E-Projekten für den starken industriellen Mittelstand Oberösterreichs. Mein Führungsverständnis an der Hochschule: Wir agieren mit der Umsetzungsgeschwindigkeit moderner Tech-Teams. Zukunftsweisende Fragestellungen erforschen wir ohne kurzfristigen quartalsgetriebenen Druck, aber mit klaren agilen Methoden und messbaren Projektergebnissen in Lehre und Forschung.

Informatik-Transfer & Projekt CADdrive

Software-Paradigmen für den Maschinenbau: {cue:hl-sub-caddrive}Kollaboratives 3D-CAD-Versioning im Browser{/cue}

Slide 16: Informatik-Transfer & Projekt CADdrive
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Eine der wirkungsvollsten Aufgaben angewandter Informatik ist der methodische Transfer in andere Ingenieursbereiche. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das Projekt CADdrive: Kollaboratives 3D-CAD-Versioning direkt im Web-Browser. Auf der Plattform realisieren wir Kollaboration ohne Datei-Lockouts: Konstrukteure arbeiten mit modernen Branch- und Merge-Strategien, analysieren Baugruppen im WebGL-Canvas ohne lokale CAD-Lizenz und nutzen Synergien mit agentbrick für KI-Bausteine. Die übergreifende Lektion: Informatik-Konzepte transformieren klassische Industriebereiche. Durch einheitliche Versionierungsstandards fallen Disziplinsilos und wir befähigen weltweite Entwickler- und Engineering-Teams.

Lehre ohne Login-Mauern

Open Teaching auf GitHub: {cue:hl-sub-lehre}Echte Entwickler-Workflows statt isolierter Moodle-Silos{/cue}

Slide 17: Lehre ohne Login-Mauern
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Die Überzeugung für offene Standards bestimmt auch meine tägliche Arbeit im Hörsaal und Software-Labor. In meiner Hochschullehre setze ich auf Open Teaching: Echte Entwickler-Workflows statt isolierter Moodle-Silos. Vorlesungsskripte, Aufgabenstellungen und Code-Templates liegen vollständig und frei zugänglich auf GitHub. Der didaktische Mehrwert: Studierende arbeiten mit den Werkzeugen der echten Softwareindustrie. Versionskontrolle und Pull Requests verankern wir in der täglichen Übungspraxis auf GitHub, während alle Materialien weltweit als offene Bildungsressourcen frei zur Verfügung stehen.

Der Relaunch im Mai 2026

Fokus im Real Life – {cue:hl-sub-relaunch}und Rückkehr ins Web mit Astro, TypeScript und KI-Agenten{/cue}

Slide 18: Der Relaunch im Mai 2026
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Über viele Jahre hinweg erforderte die reale Führungsarbeit in Industrie und Hochschule meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Doch am 23. Mai 2026 kehrte meine persönliche Webplattform zurück: Gebaut mit Astro, TypeScript und agentischen KI-Workflows. In einer modernen Static-Site-Architektur migrierten KI-Agenten über 17 Jahre historische Fachbeiträge vollautomatisiert in typensichere Content Collections. Das moderne Web neu gedacht: Keine trägen CMS-Datenbanken mehr, sondern typensicherer Quellcode. Mit Astro erzielen wir maximale Core Web Vitals, während wir Content und Code durch Antigravity-Agenten-Workflows hochgradig automatisieren.

Das Content-Ökosystem

Vier tragende Säulen: {cue:hl-sub-oekosystem}Multimodaler Wissenstransfer über Posts, Papers, Talks und Kurse{/cue}

Slide 19: Das Content-Ökosystem
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Wissen entfaltet seine größte Kraft, wenn es über verschiedene Wahrnehmungskanäle flexibel zugänglich wird. Auf dieser Plattform greifen vier tragende Säulen nahtlos ineinander, um multimodalen Wissenstransfer ohne Hürden zu ermöglichen. Die vier Kernbereiche ergänzen sich perfekt: Blog-Beiträge mit praxiserprobten Deep Dives, begutachtete Publikationen aus der Spitzenforschung, interaktive Slide-Keynotes mit synchroner Sprachausgabe und vollständige Vorlesungsreihen als offene Kursmaterialien. So entstehen vier tragende Säulen für jedes Zeitbudget und maximale Wissensvermittlung.

Drei Kernbotschaften für die Praxis

Erkenntnisse aus 25 Jahren: {cue:hl-sub-fazit}Fundamente, Methodentransfer und wirksames Leadership{/cue}

Slide 20: Drei Kernbotschaften für die Praxis
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Aus einem Vierteljahrhundert zwischen Compiler, Konferenzbühnen und Vorstandsetagen kristallisieren sich drei handlungsleitende Prinzipien heraus. Drei Kernbotschaften für die Praxis: Fundamente, Methodentransfer und wirksames Leadership. Erstens: Fundamente meistern. Tiefes technisches Verständnis schlägt oberflächliche Tool-Hypes: Wer Systeme vom Bit bis zum Netzwerk durchdringt, baut Lösungen, die über Technologiewellen hinweg stabil bleiben. Zweitens: Prinzipien übertragen. Software-Methoden in klassische Ingenieursdisziplinen tragen: Wir wenden Git-Konzepte auf CAD, Simulation und Fertigung an und machen Werkzeuge über moderne Browser-Schnittstellen barrierefrei bereitgestellt. Drittens: Code mit Leadership einen. Technologie skaliert nur durch Vertrauen und klare Verantwortung: Indem wir psychologische Sicherheit schaffen und gemeinsam wachsen sowie echte Partnerschaften auf Augenhöhe leben.

Vision, Dialog & Kooperation

Gemeinsam Zukunft gestalten: {cue:hl-sub-dialog}Offener Austausch zu KI-Workflows, digitalem Content und Lehre{/cue}

Slide 21: Vision, Dialog & Kooperation
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Technologie erreicht ihren wahren Zweck erst dann, wenn sie Menschen inspiriert, verbindet und gemeinsam weiterentwickelt wird. Diese Keynote ist eine Einladung zum fortlaufenden Dialog: Lassen Sie uns Lehre, Forschung und industrielle Praxis gemeinsam gestalten. Mein aktueller Schwerpunkt liegt auf AI-Augmented Workflows und moderner Digital Content Creation. Mein Leitspruch bleibt: Wissen vermehrt sich, indem man es teilt. Ob in Lehre und Projekten am FH OÖ Campus Wels, in freiem Quellcode auf GitHub (@ghackenberg) oder über kanalübergreifenden Content auf LinkedIn und YouTube (@georghackenberg) – offene Wissensweitergabe und reproduzierbare Code-Artefakte bilden das Fundament nachhaltiger Innovation.